Ein gefülltes Hun zu braten.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Teil 05, Nr. 024

Originalrezept:

ERstlich muß man das Hun sauber brühen / aber nicht gar zu heiß / damit die Haut nicht zusammen schrumpffe ; alsdann oben bey dem Hals mit einem Finger die Haut ablösen / biß hinunter auf die Brust : Hierauf nimmt man ein wenig geriben Eyer= Brod / hackt ein wenig Petersilien= Kraut / röstets im Schmaltz / richtets über das geriebene Brod / schläget zew Eyer daran / mischt ein wenig Pfeffer / Cardamomen / Muscatlbüh / Ingber / Saltz / und so man will / Weinbeerlein und abgezogene klein= geschnittene Mandeln darunter / macht also eine linde Füll an / so nicht all zu vest ist / füllet sie oben bey dem Hals / wo die haut abgelöst worden / hinein / streichets fein auf der Brust aus einander / nehet oder bindet es oben mit einem Faden zu / saltzet und würtzet es / wie gebräuchlich / steckets an / betreiffts mit Butter / bratets fein schön ab / betreiffts zuletzt nochmal mit einer Butter / daß sie gisten / und richtets dann an.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Ein gefülltes Hun zu braten.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Teil 05, Nr. 024,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-gefuelltes-hun-zu-braten (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.