Ein Garten= Hünlein.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 034

Originalrezept:

BEreitet und putzt ein Hun wie es seyn soll / saltzet es einwendig / thut auch eine gantze Muscaten= Blüh darein / und legts in einen Tiegel / giesset eine kalte Fleischbrüh darüber / setzet den Tiegel auf einen Rost über eine Glut / und last es sieden; inzwischen klopffet ungefehr sechs Eyer / nach dem der Tiegel groß ist / lasset in einer besondern Schüssel ein Stücklein Butter zerschleichen / und rührts mit den Eyern an / hacket auch Petersilien= Kraut klein / und rühret es mit ein wenig geriebenem Eyer= Brod darein / daß es gantz lehn seye; und würtzet es mit Muscaten= Blüh / Cardamomen und Saltz: Wann nun das Hun eine halbe Stund in der lautern Brüh gesotten hat / giesset das angerührte um das Hun herum in den Tiegel / und last es also noch eine viertel Stund mit demselbigen sieden: So man es aber zu Tisch tragen will / werffet noch ein Stücklein Butter darein / streuet Muscaten= Blüh darauf / und tragt es also in dem Tiegel zu Tisch.

 

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Ein Garten= Hünlein.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 034,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-garten-huenlein (27.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.