Ein Feigen=Dorten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 038

Originalrezept:

NEhmet Feigen / waschet sie / thut in einem Häfelein Zibeben und Weinbeere dazu / sprengets mit einem süssen Wein an / setzets in eine geringe Glut / daß sie aufgeschwellen; machet einen Teig / wie zu andern Dorten / von Eyern an / bestreuet hernach den Boden mit Zucker / und Zimmet: machet dann eine Lag Feigen / eine Lag Zibeben / und noch eine von Weinbeeren oder Corinthen / dann wieder eine Lag Feigen / und so immerzu Wechsel=weiß; streuet aber auf jede Lag / Zimet und Zucker / und feuchtet dann alles mit ein wenig süssen Wein an; zuckerts / schlaget das Blat oder den Deckel darüber / und bachets / wie andere Dorten / im Ofen. *
*Diesen Dorten kan man auch ohne Deckel machen / und die Feigen mit Pinien=Nüßlein und Citronat bestecken.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Ein Feigen=Dorten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 038,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-feigendorten (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.