Ein Eyer= Platz oder Pfannen= Kuchen / noch auf eine andere Weise.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 11, Nr. 040

Originalrezept:

SChneidet von einem Weck oder Semmel dinne Schnitten / so groß als dieselbige seyn / wie man sonst zu dem gebähten Schnitten zu schneiden pfleget ; legets dann in eine Schüssel / schlaget Eyer aus in ein Hafen / saltzets ein wenig und zerklopfft sie wohl / giessets dann über die Brod= Schnitten in der Schüssel / und lassets eine weile / biß die Schnitten die Eyer ein wenig angezogen haben / und weich werden / stehen ; es müssen aber der Eyer viel seyn / daß die Schnitten gantz darinnen ligen können : Dann machet ein gut theil Schmaltz in einer Pfannen heiß / leget die Schnitten in der Schüssel ordentlich auf einander herum / und duncket es allgemach / wie sie auf einander geleget seyn / samt den Eyern in das heisse Schmaltz hinein ; helfft ihm geschwind mit einem eisernen Löffel / oder aber last euch geschwind ein anders helffen / damit der Eyer= Platz oder Kuchen schön in die Runden komme / und bachet ihn dann gantz gemach heraus ; ist er auf der einen Seiten schön und fertig / so wendet ihn gantz gemach um / daß er auf der andern Seiten auch schön ausgebachen werde : dann seihet das Schmaltz davon / und traget ihn also warm auf .

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , ,

Transkription:

Irene Tripp

Zitierempfehlung:
Irene Tripp (Transkription): "Ein Eyer= Platz oder Pfannen= Kuchen / noch auf eine andere Weise.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 11, Nr. 040,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-eyer-platz-oder-pfannen-kuchen-noch-auf-eine-andere-weise (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Irene Tripp.