Ein Butter= Dorten von süssen Teig / noch anderst.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 008

Originalrezept:

WAschet ein halb Pfund Butter / so lang / biß keine Milch mehr darinnen ist ; stosset ein Viertel= Pfund Zucker gar klar / und machet mit einem halben Pfund schönen Mehl / einen Teig an / walchert zwey runde Plätze / so groß als es beliebig ist / aus dem halben Theil desselben / leget eine Füll darauf von Citronat / eingemachten Pomerantzen= und Citronen= Schelffen / geschnittenen Mandeln / Weinbeeren oder Corinthen und Zibeben / zusammen gemacht / und mit süssen Wein nur was weniges angefeuchtet / damit es keine Brüh setze ; schlaget von dem andern Theil deß Teigs / wann es ebenfalls ausgewalchert worden / einen Deckel darüber / drucket den Teig um und um wohl zu / spitzelt ihn mit einem Messerlein aus / setzet diesen also verfertigten Dorten in ein wohlerhitztes Bach= Oefelein / und überstreichet ihn / wann er eine Stund lang gebachen / mit einem Eyer= Dotter.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Ein Butter= Dorten von süssen Teig / noch anderst.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 008,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-butter-dorten-von-suessen-teig-noch-anderst (29.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.