Ein Butter= Dorten / oder Butter= Blätter / von süssen Teig / auf andere Weise.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 009

Originalrezept:

DIe Butter / und zwar ein viertel= Pfund derselben / wird mit Rosen= Wasser wohl ausgewaschen / ein Ey daran geschlagen / nach belieben gezuckert / und so viel schönes Mehl darein gerühret / biß sie sich walchern lässet ; dann walchert einen Platz eines halben Fingers dick / und schneidet oben auf / zierliche Blumen darein / oder druckets mit dergleichen blechenen Mödeln aus ; überstreichets mit einem Ey / so mit Zucker und Rosenwasser vermischet worden / bestreuet dann ein Blech mit Mehl / setzet selbige Dorten darauf / und lassets in einem Oefelein abbachen.*

* Wanns beliebt / kan man auch in diesen Teig ein wenig Gewürtz mit einwircken / als klein= gestossene Zimmet / Cardamomen und Muscaten= Nuß : Man mag auch diesen Dorten / wann er bereits gebachen / aus dem Ofen kommt / noch einmal mit ein wenig Zucker= Wasser / oder aber einem Ey überstreichen / dann alsobald mit klar= gestossener Zimmet bestreuen und bey dem warmen Ofen ertrocknen lassen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , ,

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Ein Butter= Dorten / oder Butter= Blätter / von süssen Teig / auf andere Weise.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 009,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-butter-dorten-oder-butter-blaetter-von-suessen-teig-auf-andere-weise (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.