Ein blau= gesottener Karpff / auf eine noch andere Weise.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 093

Originalrezept:

MAche den Fisch auf / wie vor gemeldet / dann er darff nicht geschuppt werden / gieß Essig und ein wenig Wasser in eine Pfannen / saltz es wie schon zum öfftern vorher gedacht / und nimm zu einem Pfund Fisch eine Hand voll Saltz / laß aufsieden / lege den Fisch darein / und laß ihn gleichfalls so lang sieden / biß sich die Gräte lösen : alsdann seihe die Brüh davon / übergieß den Fisch noch einmal oder zwey damit / und seihe ihn wieder ab / gieß ein wenig frischen Essig / oder aber halb Wein und Essig über den Fisch / streue auch ein wenig Pfeffer noch einmal darüber / lege den Fisch in eine Schüssel / und gieß das so in der Pfannen ist / über den Fisch / laß in einem Pfännlein ein Schmaltz wohl heiß werden / röst ein würfflicht= geschnittenes Eyer= Brod darinnen / und brenne es wohl heiß über den Fisch.*

* Wanns beliebt / kan man auch / an statt deß Schmaltzes / gutes Oel heiß machen / das Brod darinn rösten / und über den Fisch brennen.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Ein blau= gesottener Karpff / auf eine noch andere Weise.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 093,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-blau-gesottener-karpff-auf-eine-noch-andere-weise (18.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.