Ein Birn= Dorten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 047

Originalrezept:

SChählet und schneidet die Birne entzwey / nehmet die Butzen oder Kern= Häußlein heraus / schneidet die Birn zu Schnitten wie man sonsten die Laiblein / in die Suppen zu schneiden pfleget / röstets alsdann in Schmaltz / biß sie braun werden ; macht einen Teig an / wie bey den andern Dorten / leget einen ausgewalcherten Platz in den Schart / streuet klar= geriebenes Semmel= Mehl auf den Boden / und alsdann auch abgezogene Mandeln / Rosin / Zucker / Zimmet / und Citronat / alles geschnitten ; leget die Birn darauf / bestreut sie wieder mit Semmel= Mehl ; leget nochmal / wie zuvor / Birne darauf / biß der Dorten voll : machet einen Deckel mit Blätlein / und wann der Dorten erhascht / giesset ein wenig Malvasier darein / bestreichet den Deckel mit Butter / und lasset ihn bachen.

Oder:

MAn kan auch diese Dorten / wie die von Aepffeln / vorher beschriebene / machen ; die Birne zu Plätzen / oder auch in vier Theile zerschneiden / im Schmaltz rösten / oder aber im Wein dünsten / und ferner / besagter massen / verfertigen / wie die Aepffel= Dorten : wann sie aber im Schmaltz geröstet worden / kan man selbige / so es gefällig / zuvor auch ein klein wenig mit Mehl bestreuen.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Ein Birn= Dorten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 047,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-birn-dorten (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.