[Ein besonders von einem stück Wildt.]

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 01, Nr. 36

Originalrezept:

Ein besonders von einem stück Wildt / daß ein Hirsch nicht in jhm hat / denn dasselbige hat Knöpff in jr als ein Faust / vnd aneinander hangen / wie ein Paternoster. Nimm dieselbigen herauß / wasch auß / vnnd setz in einem Wasser zu / vnd laß wol sieden / säuberes auß / vnn schabs wol mit einem Messer / denn sie seindt so rauch wie ein Kestenschal / setz sie zu in Wasser / Essig vnn Saltz / vnnd laß sie an die statt sieden / laß sie kalt werden / vnnd schneidt das rauch herab / vnd wenn du es beschnitten / so wirdt es sehen wie ein Hirschen Geil / vnd wenn du es versuchst / so wirt es nach dem Essig lieblich schmecken / schneidt es rundt / vnd fein dünn / legs in ein Schüssel / vnd pfeffers wol / gieß ein gute Rindtfleischbrüh darüber / laß es wider auffsieden / vnnd flugs auff ein Tisch tragen / so ist es ein gut essen in der lautern Brüh vor König vnnd Keyser / sonderlich wenn man die Speiß verkehren sol. Vnnd solche Knöpff kanstu zurichten auff allerley manier / es sey schwartz / weiß / gelb oder gebraten / auß dem Schmaltz gerößt / vnd ein saures Brühlein darüber gemacht / so ist es gut vnd wolgeschmack.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "[Ein besonders von einem stück Wildt.]", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 02, Teil 01, Nr. 36,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-besonders-von-einem-stueck-wildt (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.