Die welsche Knödel.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 2 Nr. 021

Herkunftsbezeichnung(en): Wel(i)sch

Originalrezept:

ZU diesen soll man sauber= geklaubten Spinat schneiden / wie ein Kraut / und ein wenig Perchtram / darüber siediges Wasser giessen / und gleich wieder abseihen / darnach soll man ein gutes Stück Butter zerlassen / und darüber giessen / und pfeffern / darnach ein halbe geriebne Semmel nehmen / so viel des Kräutleins ist / und vier Löffelvoll gute Ober= Milch / und ein Löffelvoll Meel / und zwey Eyer / wol durcheinander rühren / darnach Köhl= oder Kraut= Blätter nehmen / die nicht löcherig seyn / solche in ein siediges Wasser stossen / und gleich wieder heraus / darnach von dem angemachten Taig so viel in ein Blat gefüllt / als man sonst zu einem Knödel braucht / und fein rogel zusammen binden / damit die Semmel geschwellen kan / daß sie nicht fest werden / in ein siediges Wasser / das gesaltzen ist / gelegt / und sieden lassen / doch länger als kälberne Knödel / darnach soll mans aus den Blättern thun / auf ein Schüssel legen / und ein wenig Fleisch= Suppen daran giessen / und ein guten Butter darüber zergehen lassen / mit oder ohne Käß.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Die welsche Knödel.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 2 Nr. 021,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-welsche-knoedel (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.