Die weisse Sultz / oder Blamasche zu machen am Fleisch= Tag.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 4 Nr. 087

Originalrezept:

NImm viel gantz klein= gestossene Mandeln / rühre solche in einem erdenen Geschirr / mit wohlriechenden Wasser / Zucker und guten süssen Milchram wohl abpetlich gantze Nägelein und Lemoni= Schaalen / aber gantz subtil / dann nimm noch soviel von der Kälber= Sultz / setz in einer saubern Pfann über ein Kohl= Feuer / sobald die Sultz anfangt zu sieden / so gieß zugleich den Ram sammt den Mandeln unter stätem Rühren darein / sobald die Sultz wieder anfangt zu sieden / so nimms hinweg / und treibs mit einem saubern / starcken Koch= Löffel durch ein Tuch / in ein sauber Geschirr / und gib acht / daß du nicht gar zu viel Ram nimmest / damit es gestehen mag / wanns das erstemal wohl durch das Tuch getrieben ist / so wird die Sultz noch einmahl durch ein frisch Tuch oder Sieb gesiehen / in die gehörige Schaalen gegossen / gestehen lassen / und zu dem Tisch hergericht. Dise Sultzen ist köstlich und dem Frauen= Zimmer sehr angenehm in dem Sommer / absonderlich / wann sie von Hirschhorn= Sultz / wie jetzt folgt / gemacht wird.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Die weisse Sultz / oder Blamasche zu machen am Fleisch= Tag.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 4 Nr. 087,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-weisse-sultz-oder-blamasche-zu-machen-am-fleisch-tag (09.12.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.