Die weisse Mandel= Sultz / an Fast= Tagen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 4 Nr. 090
Diätetische Verwendung:

Originalrezept:

DIes wird auch mit der erst= abgesottenen Haussen= Blater/ auf nachfolgende Weiß gemacht / das ist an einem Fast= tag; Nim(m) viel gantz klein= gestossene oder geriebene Mandel / rühre selbige mit gutem süssen Ram / Rosen= oder Zimmet= Wasser / einer gantzen Lemoni= Schaalen / und zwey Näglein gantz glatt ab; dann gieß nach Geduncken mehr Ram nach Nothdurfft von der in Wasser gesottenen Haussen= Blater darzu mit wohl Zucker / setze es auf ein Kohlfeuer oder Wind= Ofen / und rührs allda so lang biß siedig wird; so bald es siedheiß ist / so nimms hinweg / und treibs wohl durch ein Tuch; wans das Erstemahl durchgetrieben ist / so muß es geschwind noch einmal durchgesiehen werden; dann gieß es in ihr gehöriges Geschirr oder Schaalen / und laß es auf einem kühlen Ort bestehen; die Mandeln müssen viel seyn / und der Geruch auch gut; und dises ist die Blamasche an den Fast= Tagen.

Transkription:

Christiane Egger

Zitierempfehlung:
Christiane Egger (Transkription): "Die weisse Mandel= Sultz / an Fast= Tagen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 4 Nr. 090,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-weisse-mandel-sultz-an-fast-tagen (21.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.