Die Sulz mach also.

Aus: Kochbuch des Carolus Robekh (1679), 034

Originalrezept:

Nimb gueten süssen wein, ob du ihn haben magst, als / raifl ist sehr guet, ain halbe maß, gilbs Woll, so du es / für guete loith mainest, mueß man den Saffran nit / sparen, nimb haußen blatern, auf ein fisch, schier ein / Quintlein, so es khlar ist am Weter, oder Winters Zeiten, / so versteht die Sulz gar gern, man darf nit vil haußen= / blatern, aber im Sommer, mueß auf ein fisch Woll ein ½. loth haben, vorauß auf die visch die kheine, schieppen // (8r) haben, So nimb dan den Wein mit sambt der haußen= / blatern, vnd Seuds vast Woll, das gewürz nimb nicht von / stund an drein, erst so du es anrichten Wilt, Ingber stup ist / nit guet, machts nur trüeb, Sondern Zu khlainen stükhlein, / geschniten, vnd also gesothen, Mußcatstup, Mußcatblüe, / vnd Zimetröhrn, auch geschniten, vnd so du es anrichst, nimb / ein Pfefferstup, in die Sulz gibt ihm die schärpf, so nun / der visch in der Sulz genug gsothen hat, so seich die Sulz / herab, vnd khlaub die stukh visch fein auf ein schißl, vnd / geuß die Sulz fein drüber, Wan gesothen ist, thue erstlich / Mandl khern, vnd Weinbörl darauf, sie fallen sonst gern / an boden, sez an ein khiele stath, so gstehts, Es ist auch / Zuwissen, Wer die Sulz lauter vnd schen machen will, / der verseud ein bröckhl Allaun darinen, die Sulz / mueß man gar gemach sieden lassen, so du den visch / drein thuest, man mag die visch auch Woll verguldten. /

Übersetzung:

Grundrezept für Fischsulz

Transkription:

Simone Kempinger, Klaudia Kardum

Zitierempfehlung:
Simone Kempinger, Klaudia Kardum (Transkription): "Die Sulz mach also.", in: Kochbuch des Carolus Robekh (1679), 034,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-sulz-mach-also (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.