Die Johannes= Beerlein am Stenglein einzumachen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 4 Nr. 070

Originalrezept:

HIerzu nimme schöne Johannes= Beerlein / die nicht gern vom Stengl gehen / nimm einen schönen Zucker / lasse denselben sieden / läutere ihn / wann er schön gesotten ist / so schütt die Johannes= Beerlein in den heissen Zucker / und setz ihn über das Kohl= Feuer / nur so viel daß die Beerlein durch und durch erwärmet werden / alsdann setz vom Feuer / und laß in demselbigen Zucker stehen / das soll in einem Tigel seyn / den anderen Tag setz den Zucker über das Kohl= Feuer / und laß nur warm werden / doch nicht sieden / heb alsdann die Beerlein mit einem Faum= Löffel heraus / und richt solche in ein Glaß / den Zucker aber sied / biß er dicklet wird / und laß ihn kalt werden / und gieß alsdann den Zucker an die Beerlein / und so offt es ein weisses Fäumlein bekommt / so muß der Zucker nochmahlen übersotten werden / setz an ein kühles Ort / so seyn sie fertig und schön.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: ,

Transkription:

Melanie Thapa

Zitierempfehlung:
Melanie Thapa (Transkription): "Die Johannes= Beerlein am Stenglein einzumachen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 4 Nr. 070,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-johannes-beerlein-am-stenglein-einzumachen (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.