Die Hirsch= Geil wird verkocht und zugericht / wie die von denen Böcken.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 07 Nr. 023

Originalrezept:

NImm die Geil von dem Hirschen / mach auf der Seiten ein Schnittlein darein / zieh die grobe Haut herunter / wasche sie aus / übersiede auch also in Saltzwasser / so kanst du sie auch also aufschneiden und auslösen / wirff die äussere Haut hinweg / der Kern wird aber in vier Theil nach der Länge / oder überzwerch geschnitten / gesaltzen / gewürtzt / durch Butter gezogen / auf dem Rost / oder in der Pfann mit Butter geröst ; gibs warmer / oder melbige sie ein / wann sie zuvor wohl seynd abgetrücknet worden / und bachs in einem gar heissen Schmaltz etwas rösch / und gib Lemoni darzu / oder den Safft darüber / nach Belieben / aber sie müssen also warmer gegeben werden / mit gebachenen grünen Kräutern ; sie seynd auch gut weiß= gesottner / oder gleich also roher in Butter mit wenig Meel gedünster / wie die Brüßlein mit wenig Wein und Lemoni zu verkochen / oder in allerhand Raguen / und weiß= gemischten Speisen / oder Fricassen / und Gehäck zu mischen / wie auch in die kleine Pastetlein.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Die Hirsch= Geil wird verkocht und zugericht / wie die von denen Böcken.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-1 Kap. 07 Nr. 023,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-hirsch-geil-wird-verkocht-und-zugericht-wie-die-von-denen-boecken (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.