Die grüne Feigen einzumachen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 4 Nr. 065

Originalrezept:

Hier nimme halb= zeitige schön= grüne Feigen / oben bey den Butzen stich mit einem Hölzlein hinein / dann es muß der Zucker hineinkommen / wann du es also gethan hast / so thue solche in ein kupffernes Kessele / und gieß ein Wasser daran / und deck es mit dem Hafen= Deckel zu / setz es über das Feuer / laß sieden / biß du vermeinest sie seyen durch und durch zimlich weich / setz hernach vom Feuer / und laß stehen eine Nacht im Kessel / thue es hernach heraus auf ein Sieb / und laß abseihen / schweibs mit Wasser ab / nimm den Zucker in eine meßinge Pfannen / und gieß wohl Wasser daran / läutere ihn / und wann er geläutert ist / so thue die Feigen ins Kesselein / und gieß den Zucker daran / laß ein guten starcken Sud thun / als wie ein hartes paar Eyer / und setz herab / du mußt es fein zugedeckt lassen / mit dem Deckel / und laß in Zucker auch ein Nacht ligen / thue es aus dem Zucker / und richts in ein Glaß / den Zucker sied ein wenig / und laß ihn kalt werden / hernach gieß ihn über die Feigen ab / über zwey Tag seihe den Zucker wiederum ab / und lege ein frischen Zucker darzu / laß ihn sieden / und kalt an die Feigen giessen und daß so offt gethan / biß der Zucker nicht mehr wässerig wird / dann sie müssen offt abgesotten werden / und der Zucker muß die rechte Dicke haben / so seyn sie recht / behalt sie auch an einem kühlen Ort.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , ,

Transkription:

Erika Hurer

Zitierempfehlung:
Erika Hurer (Transkription): "Die grüne Feigen einzumachen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 4 Nr. 065,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-gruene-feigen-einzumachen (21.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.