Die gesottene Eyer= Bretzen zu bachen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 6 Nr. 008

Originalrezept:

DArzu nimm Mund= Meel auf ein Brett / und so viel Eyer / so viel Löffelvoll süssen Ram / und gestossenen Zucker / und ein Viertels Pfund zerlassenen Butter / mache einen nicht zu weichen Taig an / sprenge etliche Tropffen Zimmet= oder Pomerantzen= Essentz / und wenig Saltz darein / formiere hübsche Bretzlein daraus / oder einen andern Form / setze Wasser übers Feuer / in einem kupffernen und wol verzinnten tieffen Geschirr / laß sieden / lege die Bretzen in den Sud / und wann die Bretzen übersich schwemmen / so nimm sie heraus / legs auf ein saubers Tuch / und decks mit einem andern zu / schieß auf einem Blech in einen Bach= Ofen / und bachs schön in der Farb.

NB. Wer gern will / laßt die Essentz aus / und nimmt Anis / und halb= gestossenen Coriander / und bestreuts darauf / wer es aber lieber ungesottner bachen will / der thue übersich einen subtilen Schnitt darüber / so spalten sie sich in dem Bachen / und gehen auch schön auf.

Anmerkung:

Ähnlich wie Laugenbrezeln, die vor dem Backen kurz in kochendes Wasser mit Natron getaucht werden.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Die gesottene Eyer= Bretzen zu bachen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 6 Nr. 008,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-gesottene-eyer-bretzen-zu-bachen (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.