Die faumende Milch.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 477

Originalrezept:

Nimm in einen Hafen oder Weidling ein süß Obers, von 2. oder 3. Eyern das Weisse darein, gezuckert nach Belieben, klopfe es mit einem kleinen Pemsel, oder abgesprittlet, nimm mit einem Löffel den Faum herunter auf ein Suppen= Siebel, oder Nudel= Reiterl, und allzeit wiederum abgerühret, damit es zu lauterem Faum werde, hernach bereite einen guten frischen Butter, diesen sauber ausgewaschen, und mache mit dem Krapfen= Radel einen Artischocken, richte ihn in eine Schüssel, und mache von der faumenden Milch einen Berg herum. Zu merken ist, daß dieses muß in einem Keller gerühret werden, damit es recht kalt zur Tafel kommet; es faumet auch die Milch desto besser, wann sie kalt ist.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Die faumende Milch.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 477,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-faumende-milch (15.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.