Die Dientel einzumachen.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 503

Originalrezept:

Nimm die Dientel*, so nicht weich, und schön rot seynd in der Farb, wasche sie sauber aus, nimm auf ein Pfund Dientel ein Pfund Zucker, läutere ihn, wie oben zu denen Spanischen Weichseln, schütte die Dientel darein, lasse sie gemach sieden, bis sie sich ein wenig sulzen, fange sie heraus auf ein Sieb, richte sie in die Gläslein, ein wenig mehrer als halb= voll, lasse den Saft dicker sieden, als daß er sich schön sulze, schütte ihn laulecht darüber, und also seynd sie fertig.

Anmerkung:

*  Die Kornelkirsche, hier „Dientel“ genannt, trägt viele weitere Bezeichnungen wie Herlitze, Dürlitze, Hirlnuss, Gelber Hartriegel oder Tierlibaum (Schweiz).  In Österreich spricht man von „Dirndln“, was offensichtlich eine Variante von „Dienteln“ ist und mit dem Dialektausdruck für Mädchen nichts zu tun hat.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Die Dientel einzumachen.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 503,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=die-dientel-einzumachen (08.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.