Der gute und süsse Lintzer= Taig / zu den Schüssel= Dorten / und dergleichen Schmarren.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 3 Nr. 010

Herkunftsbezeichnung(en): Linzer Teig

Originalrezept:

Nimm 5. Viertel Pf. schönes weisses Meel / 3. Viertel Pf. Butter / 1. halb Pf. gefähten Zucker / mit ein wenig Saltz / auch von 2. Lemoni die klein=geriebene Schelffen / sammt dem Safft / auch 10. biß 12. Eyerdotter / und 1. Viertel Pf. gestossene oder geriebene Mandeln / mit ein wenig frisch Wasser / oder sauren Ram / schön trucken angemacht / so ist er fertig.

Aus disem Taig macht man allerhand geflochtene und andere Schüssel= Dorten / mit einer jederzeit selbst= beliebigen Füll und Ausschnitt ; und sobald er gebachen ist / so gehört ein weiß Eyß darauf ; thue ihn von der blechernen Schüssel herab / auf Silber oder Zinn / und ziere solchen / so gut du kanst / und gibe ihn zu Tisch.

Item / von disem Taig macht man auch Schmarren auf ein Blech / und etwas dünn gebachen / ein Eyß darüber / und nach Belieben geschnitten / auf eine Schüssel gericht / mit Rosmarin und Lorbeer geziert / und zu Tisch getragen.

Transkription:

Irene Tripp

Zitierempfehlung:
Irene Tripp (Transkription): "Der gute und süsse Lintzer= Taig / zu den Schüssel= Dorten / und dergleichen Schmarren.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 3 Nr. 010,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=der-gute-und-suesse-lintzer-taig-zu-den-schuessel-dorten-und-dergleichen-schmarren (19.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Irene Tripp.