Der gestoßne / oder abgetriebne marbe Taig / in Schmaltz zu bachen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 032

Originalrezept:

LEge in ein gute Milch eines Ey=groß Butter/ oder Schmaltz / laß einen Sud thun / hebs vom Feuer / rühr das schönste Meel darein / brenn das Meel mit stetem Abzähen auf der Glut wie einen Brenn= Koch / thue es in einen Mersel / saltz / und stoß / oder in Ermanglung des Mersels mache ihn gleich in der Pfann mit einem starcken Koch= Löffel mit warmen Eyern / wie andere Brand= Taig / wol ab / biß er sich von der Pfann / oder Mersel scheelt / lege zehen oder mehr Eyer in warmes Wasser / schlage eines nach dem andern daran / aber so offt man ein Ei in den Taig schlagt / solle der Taig wol und lang gestossen / oder mit dem Löffel abgezäht werden / wann zwey gantze Eyer in dem Taig seynd / so kan von den übrigen Eyern nur die Dotter genommen werden / biß der Taig wie ein rechter Brand= Taig wird; alsdann treibe ihn durch die Spritzen wie Schnecken / in das heisse Schmaltz / und bache ihn kühl und langsam heraus / oder schlage ihn rund / viereckicht / oder ablang in das Schmaltz / beym Anrichten thue ihn zuckern.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , , , , , ,

Transkription:

Christiane Egger

Zitierempfehlung:
Christiane Egger (Transkription): "Der gestoßne / oder abgetriebne marbe Taig / in Schmaltz zu bachen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 5 Nr. 032,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=der-gestossne-oder-abgetriebne-marbe-taig-in-schmaltz-zu-bachen (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.