Dardoffeln.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 7 Nr. 138

Originalrezept:

DArdoffeln / so noch frisch von der Erden herkommen / werden sauber gewaschen / und mit einer neuen scharpffen Birsten den daran hangenden Sand aus etlich Wassern / Stuck vor Stuck / sauber abgebutzt / wann sie aber mit Wachs bekleidt / so werden sie in heiß Wasser geworffen / damit das daran hangende Wachs / sammt der Erden / sauber davon gebutzt werde / dann werden sie gleich gantzer / mit gantzen Zwibel / Näglein / und Muscat= Blühe / gleich den Eyern in Wein gesotten / und trucken im Servier zu Tisch gegeben / mit Lemoni / oder Pfeffer / Eßig und Oel beygesetzter.

Anmerkung:

Trüffeln waren eine teure Knolle, weshalb man sie mit Wachs überzog, um sie vor dem Austrocknen zu bewahren. Warum man sie vor dem Wachsen nicht von der Erde gereinigt hat, ist allerdings seltsam.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Dardoffeln.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 7 Nr. 138,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=dardoffeln (25.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.