Citroni= Koch / so das Aufgeloffne.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 4 Nr. 028

Originalrezept:

NImm auf ein mittere Schüssel / drey Löffelvoll gute / etwas trucken in Zucker eingemachte und klein= gehackt= oder gar gestoßne Pomerantzen= Schelffen / oder von drey frischen Pomerantzen die Schelffen / oder mehr / darnach du viel machen wilst / und schneide das Weisse darvon / und thue es drey Tag in frischem Wasser wässern / daß das häutige darvonkommt / wässere es alle Tag frisch ab / und sieds nochmals in dick geläutertem Zucker / daß darvon wol durchzogen werden / stoß ein halb Pfund abgezogne Mandeln gantz klein / und rühre ein halb Pfund Butter lang und stet / biß es steigt / hernach mische die gestoßne Mandeln sammt dein Pomerantzen= Schelffen darunter / schlage die Eyer nach und nach darein / als ein gantzes / hernach einen Dotter / und dieses so lang mit stetem Rühren auf eine Seiten / biß es zu einem Koch die rechte Dicken bekommt / und wann du aufhörest zu rühren / so mische den gestoßnen Zucker darunter / beschmier die Schüssel mit Butter / und mache einen Reiff fest darauf / schütte das Muß darein / bachs im Ofen / oder in der Dorten= Pfann / oder mit doppelter Glut.

NB. Dieses Muß kan so wol von gelben Citroni= oder Lemoni= Schaalen also gemacht werden.

Transkription:

Melanie Thapa

Zitierempfehlung:
Melanie Thapa (Transkription): "Citroni= Koch / so das Aufgeloffne.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch IIII-2 Kap. 4 Nr. 028,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=citroni-koch-so-das-aufgeloffne (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.