Citronen= Quitten= Latwerg/ noch anderst.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 123

Originalrezept:

NEhmet sechs Quitten / wischet sie ab / stechet die Butzen heraus / lassets im Röhren= Wasser einen Sud thun / doch also daß sie nicht weich werden ; hebet sie dann aus dem Wasser / legets in eine Schüssel / schählet und schneidets / wann sie erkaltet / zu dinnen Plätzlein / biß an die Butzen / oder Kernhäuslein : schneidet auch von fünff oder sechs frischen Citronen das Gelbe ab / behaltet das saure Marck besonders auf ; schneidet das Weisse an der äussern Schelffen aufs genauste heraus / und das Gelbe zu langen schmahlen Stücklein ; giesset ein siedendes Wasser daran / last es eine weile also stehen / daß die bittern heraus gezogen wird / giessets wieder ab : läutert fünff Vierding / oder auch anderthalb Pfund Zucker in einem Resselein oder Pfannen / werffet von den abgeschnittenen Quitten= Butzen zwey darein / lasset sie zugleich mit sieden / und seihet den Zucker / wann er wohl geläutert / durch einen Seiher ; giesset ihn wieder in das Resselein / und lasset ihn ferner sieden ; thut dann die obbesagter massen geschnittene Quitten auch hinein / und siedets so lang / biß der Zucker ein wenig dick wird / werffet zu letzt ein Theil der Citronen= Schelffen dazu ; und wann der Zucker an dem Koch= Löffel gläntzend wird / so ist sie gnug gesotten : giessets hernach in die Schalen / leget die übrg= geschnittene Citronen= Schelffen / und etwas Citronat oben darauf / und lassets an einem kühlen Ort gestehen.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Citronen= Quitten= Latwerg/ noch anderst.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 123,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=citronen-quitten-latwerg-noch-anderst (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.