Capauner = Pasteten

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 296

Originalrezept:

Die Capauner werden sauber gerupft, und ausgenommen, schlage die Füß und Flügel, auch Rukrad entzwey, eingebeizt und gespikt. Wann es grosse Capauner seynd, können sie 1. oder 2. Täg in der Beiz ligen; mache ein gutes Faisch, nimm Kalb=Fleisch, hacke es klein, Ochsen=March, Capri, Lemoni=Schäler, spanisch Kudelkraut, geweikte Semmel; dieses klein gehakt, untereinander gerührt, gut gewürzt, Lemoni=Saft, ein wenig Essig, daß es ansäuerlet wird, gesalzen; mache einen marben Taig, treibe ihn aus, wie gewöhnlich ist, streiche von dem Fleisch darauf, daß andere auf die Capauner, auch ein wenig Milchreim darüber; mach die Pasteten zusammen, ein Herz oder vierecket, mache kleine Federl, oder einen schönen Ausschnitt, backe es in einer gleichen Hiz, 2. oder 3. Stund, darnach die Pasteten groß ist. Die Suppen gibt diese Pasteten ohnedem selber.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Capauner = Pasteten", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 296,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=capauner-pasteten (01.10.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.