Capauner mit saurem Kraut.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 266

Originalrezept:

Nimm einen guten Capauner, der sauber gerupft und ausgenommen ist, eingebeizt und sauber gespikt, im Saft gebraten, richte unterdessen das saure Kraut, dieses wird klein gehakt, und ein wenig gesotten, wie auch hernach gut eingebrennt, nimm halb überselchte Brat=Würst, wie auch von jungen überselchten schweinenen Fleischel, dieses übersotten, und kleine Stückeln gemacht, wie auch von Brat=Würsten, mache in ein Kasterol einen marben Taig, lege auf den Boden von sauren und den gebratenen Capauner in der Mitten, auch Milchreim, und ein wenig Muscatblüh, fahre also fort Lag=weis, bis der Capauner völlig bedecket ist, mache obenauf einen Deckel, eben von selben Taig, und mache es wie die Mackeroni=Pasteten, backe es 5. Viertelstund im Back=Ofen, und gibs auf die Tafel. Ein Fasan ist auch gut auf diese Art, anstatt des Capauner.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Capauner mit saurem Kraut.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 266,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=capauner-mit-saurem-kraut (27.09.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.