Capauner auf Wildprät=Art schwarz und gut zu füllen.

Aus: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 264

Originalrezept:

Der Capauner wird abgetödtet, das Blut aufbehalten, trucken gerupft, und abgesengt, sauber ausgenommen, und warmer untergriffen, gib aber achtung, daß er im Rupfen nocht zerrissen werde, alsdann mache folgende Füll darein: nimm die Leber, und das aufgehebte Blut, ein Zwiffel=Häupel, 2. Sardellen, 3. Kronawetbeer, Pfeffer, und Muscatnuß, gestossene Nägerln, ein wenig Spanisch Kudelkraut, kälbernes Breit, dieses wird klein gehakt, das Blut vom Capauner mit rotem Wein vermischt, darunter gehakt, laß in einer Rein auf dem Feuer mit stätem Rühren anziehen, alsdann fülle den Capauner darmit, nimm roten Wein und Essig, Wasser, und Roßmarin, mache eine gute Beitz, und gieß über den Capauner, den untern Biegel mit Spek schön gespikt, laß ihn einen Tag in der Beitz ligen, gespeilt, und im Saft gebraten, was herab rinnet im Braten, lege dinne gepfärzte Semmel=Schnitten unter, treibe es mit samt dem Saft durch ein Durchschlägel, gibs unter dem gebratenen Capauner, ist köstlich und gut.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Capauner auf Wildprät=Art schwarz und gut zu füllen.", in: Bewehrtes Koch-Buch (1759), N. 264,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=capauner-auf-wildpraetart-schwarz-und-gut-zu-fuellen (12.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.