Briese zu sieden.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 036

Originalrezept:

NEhmet die Briese / waschet sie sauber / schneidet die Ohren ab / und werfft dieselbe hinweg / last ein wenig von der Drossel daran / und so dann alles in einer Fleischbrüh eine halbe Stund lang sieden; nehmets dann heraus / schneidet sie Plätzlein=weiß / thut es in ein stollichtes Häfelein / giesst ein wenig Fleischbrüh daran / würtzets mit Pfeffer / Ingber / Muscatblüh / last sie noch eine viertel Stund sieden: Alsdann / wann man es schier anrichten will / thut einen halben Vierding / oder achtel Pfund / Butter daran / last sie noch ein und andern Sud thun / daß es ein dickes Brühlein werde: Oder man kan auch wohl ein wenig klar geriebenes weisses Brod anfänglich gleich mit sieden; oder auch ein Stäublein Mehl in Butter rösten und sieden lassen; hernach aber darff man zuletzt nicht gar zu viel Butter dazu nehmen: Wann sie nun angerichtet werden / druckt eine Citronen darauf / und bestreuet sie mit dergleichen klein= und würfflicht=geschnittenen Schelffen.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Briese zu sieden.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 036,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=briese-zu-sieden (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.