Braun= gebachenes hohles Zucker= Werck.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 021

Originalrezept:

NEhmet von den gleich im anfang dieses Theils ermeldeten Marzepan= Zeug / und wircket in mit Krafft= oder andern schönen Mehl / durch einander / walchert ihn eines halben Fingers dick aus / bestäubet den Model mit einem in ein Tüchlein gebundenen Mehl / und drucket den Teig allenthalben in den Model / daß er schön rein und wohl falle : Wenn man nun meinet / daß er wohl ausgedruckt seye / so nehmet den Teig aus dem Model heraus / leget ihn auf ein Oblat= Blat / bestreicht aber besagtes Blat zuvor mit ein wenig Eyer= weiß ; setzt es auf den Ofen / lassets wohl ertrocknen / und ein wenig bachen / so seyn sie recht : schneidet dann den Oblat rings herum davon / und verguldets.

Oder:

MAn kan solche hole Marzepan / auch mit dergleichen kräfftigen Füll füllen / und alsdann mit Oblat bedecken / oder aber einen Deckel oder Boden / von dem Marzepan= Zeug / darüber machen ; und wann sie aus den Mödeln kommen / in dem Ofen schön licht abtrocknen lassen / und hernach / wie gedacht / vergulden.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Braun= gebachenes hohles Zucker= Werck.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 021,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=braun-gebachenes-hohles-zucker-werck (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.