Brätlinge zu zurichten / noch anderst.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 206

Originalrezept:

WAnn die Brätlinge allerdings sauber abgeputzt seyn / sie müssen aber gantz bleiben / und nur die Stiel davon herab geschnitten werden / pfleget man sie in das Wasser zu legen / dann reinlich zu waschen / in einer Schüssel wohl einzusaltzen / und zu pfeffern / wie vor gemeldt. Schmieret dann einen Rost mit Butter / und leget die Brätlinge darauf: Indessen lasset eine Butter in einem Häfelein zergehen / und bedupffet mit einem Penselein die Brätlinge immerzu / biß sie schön ausgebraten seynd / wendets auch fleissig um / daß sie auf beyden Seiten schön abbraten; legets in eine Schüssel / und tragets zu Tisch. Wanns beliebt / kan man ein wenig Butter schön gistig werden lassen / und über die gebratene Brätlinge in die Schüssel giessen / so bleiben sie desto safftiger: Auch mag man / so es gefällig / die Num. 200. bey den Morgeln beschriebene Butter= Brüh darüber machen.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Brätlinge zu zurichten / noch anderst.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 206,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=braetlinge-zu-zurichten-noch-anderst (10.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.