Brätlinge zu zurichten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 204

Originalrezept:

BUtze die Brätlinge / legs in ein Wasser / und wasch es heraus; setz in einer guten Fleischbrüh zu / thue ein wenig Pfeffer und Muscatblüh daran / laß eine gute weile sieden: hernach wann sie gesotten / thue frische Butter / und ein klein wenig Petersilien= Kraut / fein klein geschnitten / daran / laß so lang sieden / biß es ein dicklichtes Brühlein wird; versuchs obs recht im Saltz ist: ist es zu gesaltzen / kan man ein wenig Wasser dazu giessen / siehe aber daß das Brühlein dicklicht bleibe / und nicht zu dinn werde; alsdann richte sie an.

Anmerkung:

Der Brätling ist ein Pilz aus der Familie der Täublinge; auch Milchbrätling, Brot- oder Birnen-Milchling genannt wegen des austretenden Milchsaftes beim Anschneiden. Charakteristischer Fischgeruch.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Brätlinge zu zurichten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 204,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=braetlinge-zu-zurichten (20.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.