Birne im Aschen zu braten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 12, Nr. 41

Herkunftsbezeichnung(en): Spanischer Wein

Originalrezept:

NEhmet gute Birn die nicht zu groß sind / netzet sie ein / schlagets in ein nasses Werck / und legets in einen reinen Aschen / bratets wohl daß sie weich werden; alsdann ziehet das obere Häutlein herab / daß die Birne schön gantz / und die Stiele auch daran bleiben: setzets darnach zusammen in eine Schüssel / daß die Stiele über sich stehen; weichet gute Zimmet im Wein / zerschneidets aufs allerschönste / und zwar je schmäler je zierlicher: bestecket nachmal die Birn rings herum mit der im Wein eingeweichten Zimmet / wie auch länglicht=geschnittenen Mandeln oder Pistacien=Nüßlein / daß sie sehen wie Igel / und giesset einen guten Spanischen Wein daran / streuet Zucker darauf / deckets zu / setzets auf eine Kohlen / lassets aufsieden; und wann man sie zu Tisch tragen will / so bestreuet sie mit Zucker / überzogenen Anis / Fenchel / Cardamomen und Cubeben.

Übersetzung:

In Asche gebratene Birne

Transkription:

Marlene Ernst

Zitierempfehlung:
Marlene Ernst (Transkription): "Birne im Aschen zu braten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 12, Nr. 41,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=birne-im-aschen-zu-braten (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlene Ernst.