Austern so in Fäßlein verführet werden / zu zurichten / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 207

Originalrezept:

WAnn die Austern noch recht schön frisch / und nicht gar sehr gesaltzen sind / so thue sie zusamt ein wenig Brühe aus dem Fäßlein in eine Schüssel / streue halb gestossenen Pfeffer darein / gieß ein klein wenig Wein daran / thue Baum= Oel oder Butter dazu / und laß sie also aufsieden; hernach drucke Citronen= Safft darein / streue dergleichen klein= und würfflicht= geschnittene Schelffen / wie auch / nach belieben / etwas von Muscaten= Blüh darauf / und trage sie zu Tisch.

Anmerkung:

Austern wurden nicht nur lebend in den eigenen Schalen transportiert, wodurch sie dann zum Rohverzehr geeignet waren, sondern auch „ausgestochen, in Fässern theils mit ihrem eigenen Wasser übergossen, theils mit Salz, Lorbeerblättern eingemacht. Diese letztern kann man nur zu Brühen gebrauchen, erstere aber auch gebraten essen.“ So zu lesen im Buch „Das Ganze der Fischerey“ (Leipzig 1812).

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Austern so in Fäßlein verführet werden / zu zurichten / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 207,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=austern-so-in-faesslein-verfuehret-werden-zu-zurichten-auf-andere-art (19.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.