Aufgelauffene Thierlein.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 101

Originalrezept:

MAchet den Teig mit eitel schönen Stäub= Mehl / und lauter Weissen von Eyern an / giesset zu einem jeden Ey einen guten Löffel voll Rosenwasser / ein Löffelein voll weisser Bier= Heffen / und schönen weissen Zucker / daran ; wälchert diesen Teig wie einen Plätzlein= Teig auf das allerdinnste aus / doch daß er nicht löchericht werde : leget ihn hernach doppelt auf einander / und sehet daß  der Teig nicht spröd werde , drucket das Mödelein / aber nicht zu hart / darauf / und schneidet den Teig neben herum auf das netteste herab / rühret ihn aber nicht viel mit den Händen oder Fingern an : Machet so dann das Schmaltz heiß / und bachets heraus / und giesst immerzu mit einem kleinen Löffelein auf ; legets / wann sie gebachen sind / auf ein reines Tüchlein / und wischet das Schmaltz davon ab.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Aufgelauffene Thierlein.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 101,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=aufgelauffene-thierlein (21.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.