Auf ein andere Weiß / den Pußl=Taig.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 3 Nr. 053

Originalrezept:

NImm klein=gefähten schönen weissen Zucker / auf einen saubern Tisch oder Brett / mit gar klein geschnittnen gelben Lemoni=Schelffen darzu / oder auch an statt der Schelffen den Essentz oder Geist von Pomerantzen oder Lemoni etlich Tropffen / feuchte disen Zucker mit etlich Tropffen Lemoni=Safft / und dick=geschlagenen Eyer=Faum an / aber nur so viel / daß er sich mit einem Walger / oder Wölger / eines kleinen Finger dicks auswalgern läßt / dann stich mit einem blechernen Rohr (so unten enger als oben/) Zeltlein nach Belieben aus / und legs auf Papier / aber nicht zu eng zusammen / und bache es fein kühl. Sie werden gleich dem Marcipan=Taig auch mit allerhand Farben zugericht.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Auf ein andere Weiß / den Pußl=Taig.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 3 Nr. 053,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=auf-ein-andere-weiss-den-pussltaig (10.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.