Auerhahn.

Aus: Die süddeutsche Küche (1858), S.117/4a

Originalrezept:

Damit er nicht zähe ist, muß er sehr lange abliegen, wozu man ihn in einem irdenen gut verschlossenen Topfe in die Erde eingraben und bei 14 Tage darin lassen kann.
Die Haut wird meistens abgezogen, denn diese macht ihn bitter.
Man stößt eine Lorbeer‐ und einige Wacholderbeeren und Tannennadeln, mischt Salz dazu und reibt damit das Thier innen und außen gut ein, spickt es und läßt es einige Tage in seinem Safte liegen, wo man es öfters umkehrt. In eine Rein mit diesem Salzsaft, etwas Wasser und Tannennadeln gegeben, dünstet man es langsam mürbe und füllt öfters ein wenig Wasser nach. Gegen Ende seiht man den Saft, gibt damit den Hahn in das Rohr, begießt ihn mit Schmalz und saurem Rahm und richtet ihn mit dieser kurzen Sauce an.
Wildpretsauce kann man besonders dazu geben.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Auerhahn.", in: Die süddeutsche Küche (1858), S.117/4a,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=auerhahn (15.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.