Anis= Zeug / oder Anis= Marzepan.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 085

Originalrezept:

NEhmet ein halb Pfund schön klar= durch= gesiebten Zucker / und eben so viel schönes Mehl / zuvor aber schlaget zwey oder drey Eyer aus / nach dem sie groß oder klein seyn / zerklopffet die Eyer zuvor eine gute weile / rühret dann nach und nach den Zucker darunter / und hernach folgends das Mehl; wircket den Teig auf einem Bret schön geschwind ab / walchert selbigen fast in der Dicken eines Messer= rucken / und drucket ihn dann in die Mödel; schneidet selbigen auf das schönste aus / und lasset ihn also eine Stund oder zwey / oder auch über Nacht / stehen / daß er ein wenig ertrockne: schmiret das Blech mit Butter / überstreichets nachmal wieder ein wenig mit einem zarten reinen Tüchlein / oder aber bestreuets mit Mehl; den Teig lasset also bachen / daß er schön weiß bleibt / und nehmet ihn hernach mit einem Messer herab. *

* Wann man ein Ey wohl verklopfft / alsdann sechs Loth Zucker / und das übrige Mehl darunter rühret / biß man meynt / daß es ein rechtes Teiglein wird / so lauffen sie schön auf: Wer will / kan auch einen Anis darunter rühren.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , ,

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Anis= Zeug / oder Anis= Marzepan.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 17, Nr. 085,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=anis-zeug-oder-anis-marzepan (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.