Anderst mit gefüllten Hünlein / weiß / so mit Mandlen / Semmel / Eyer und Milchram gefüllt werden.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 3 Nr. 078

Originalrezept:

Nimm klein=gestossne Mandlen / verfertige daraus zwey Theil / mische unter den ersten Theil in Milch=geweichte Semmelschmollen / klein=gehacktes Ochsenmarck / und nach Nothdurfft Eyer / oder nur allein die Dotter / aber destomehr Milchram / gewürtz mit gar ein wenig Muscatblühe / rührs wol untereinander und fülls in die Hünlein / laß alsdann in guter Fleischbrühe gemach sieden / gib auch acht daß dir von diser Füll noch etwas überbleibe / beliebt es / so machs ein wenig süß / und verfertige subtile Kräpflein daraus / bachs aus dem Schmaltz / und nimms zum regalieren: den anderen Theil der Mandlen rühre mit ein wenig siediger Fleischbrühe ab / streichs durch ein Sieblein oder Tuch / setz die Schüssel mit gebähtem Brod auf eine Glut / giesse ein wenig gute Fleischbrühe daran / lege die gesottne Hünlein auf die Mitt / mach von der Hünlein=Brühe ein gute dicke Dotterbrühe / wann sie fertig ist / die durchgetriebne Mandel=Brühe auch darein / trucke gar ein wenig sauren Pomerantzen= oder Lemoni=Safft darauf / gibs auf die Suppen herum / und regaliers mit denen Kräpflein.

Transkription:

Christine Überei

Zitierempfehlung:
Christine Überei (Transkription): "Anderst mit gefüllten Hünlein / weiß / so mit Mandlen / Semmel / Eyer und Milchram gefüllt werden.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 3 Nr. 078,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=anderst-mit-gefuellten-huenlein-weiss-so-mit-mandlen-semmel-eyer-und-milchram-gefuellt-werden (24.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Christine Überei.