Anderst / ein Spiß= Krapffen zu machen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 3 Nr. 037

Herkunftsbezeichnung(en): Linzer Teig

Originalrezept:

HIer nimmt man an statt des vorigen / den guten / süssen Lintzer= Taig / bey den Mandel= Dorten schon beschrieben / jedoch nicht gar zu fett / auch fein trucken und gut von Gewürtz angemacht / ausgewalgt Fingerdick / (und wann der Prügel groß) auch Daumen= dick gelassen / an den Spiß gewickelt / und dem vorigen gleich gebunden und gebraten / wann er zu früh Farb hat / und zu braun würde / muß er mit Papier verbunden werden / und wann er fertig / wird er übereyßt / oder gleich also abgezogen / aufrecht auf eine Schüssel in die Mitte gestellt / und kalt werden lassen; unterdessen wird auch von disem Taig auf ein Blech oder Papier ein guter / etwas dünner Schmarren gemacht: also zu Wecklein geschnitten / auch in den großen Spiß= Krapffen auf und auf in guter Austheilung / bequeme Löcher gemacht / daß die Spitz von den zerschnittenen Schmarren hinein gehen / dann mach einen dick= geläuterten Zucker in ein Pfännlein / stoß allezeit ein Spitz von einem Wägglein darein / und also gemischt nacheinander auf den Krapffen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , ,

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Anderst / ein Spiß= Krapffen zu machen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 3 Nr. 037,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=anderst-ein-spiss-krapffen-zu-machen (01.12.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.