Anderst / ein Prügel= oder Spitz= Krapffen am Spiß zu braten.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 3 Nr. 035

Originalrezept:

MAche den Taig / wie gleich jetzt vor gedacht / aber nicht zu fett oder zu dünn / und sobald der Taig an der Wärme ein wenig aufgangen ist / schütte ihn auf die saubere Tafel oder Brett / und walge ihn mit schön Meel in der Grösse nach deiner Nothdurfft / wie dein Prügel groß oder klein ist / wann er ausgewalgt ist / so bestreich ihn mit zerlassenem Butter / streue ein wenig Zucker / wohl Zimmet und Muscatnuß / und wer will / auch klein gehackte / oder etwas grob=geriebene Mandeln und Wein= Beerlein darauf / bestreich den Prügel ein wenig mit Butter oder Schmaltz / wickle oder winde den Taig darauf / und binde ihn mit einer Spagat= Schnur / welche auch zuvor mit Butter bestrichen / schön Schrauben= weiß von oben biß unten aus / jedoch nicht zu fest zusammen / lege ihn zum Feuer / und brate ihn gemach herab / bestreiche ihn zu Zeiten mit Butter / und laß ihn also umtreiben / biß er wohl gebraten und eine schöne Farb hat / dann ziehe ihn sanfft ab / stopffe beede Löcher zu / biß er kalt ist.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Anderst / ein Prügel= oder Spitz= Krapffen am Spiß zu braten.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch II-2 Kap. 3 Nr. 035,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=anderst-ein-pruegel-oder-spitz-krapffen-am-spiss-zu-braten (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.