Allerhand Vögel zum Braten / Rösten und Einmachen zuzurichten.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 7 Nr. 062

Originalrezept:

DIese gerupfft / gesängt / gebutzt und gesaltzen / mit Salbey und Spech= Schnitzlein an Spießlein gesteckt/ mit Butter begossen und gebraten / auf die letzt mit Semmel= Brosen über und über besäet und gebraten / sie können mit fäumigem Butter warm gleich also gegeben werden / oder mit einer Wachholder= Brühe / mit oder ohne Zucker und Lemoni= Safft; Item ausgebachen / in Marginat mit Knoblauch und Roßmarin / etc. Zum Einmachen / mit Pinioli, Rosinen / Wein und Fleisch= Brühe / Gewürtz und Lemoni= Schelffen: Item / in Salbey= Taig ausgebachner / wann sie zuvor in Butter geröst sind worden / und wieder abgekühlt seynd: Item / also geröster / gibt mans auch in einem Pfäntzlein / mit Milch / Semmel= Brosen und Eyern gemacht und gebachen.

Anmerkung:

  • Erste Zeile Spech (sic), soll Speck heißen
  • Die zahlreichen Rezeptvarianten zeigen die damalige Beliebtheit von Singvögeln als Leckerbissen an. Innerhalb der EU ist das Fangen mit Netzen im großen Stil verboten, allerdings wird dies vor allem in südlichen Ländern immer noch praktiziert.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Allerhand Vögel zum Braten / Rösten und Einmachen zuzurichten.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch III-2 Kap. 7 Nr. 062,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=allerhand-voegel-zum-braten-roesten-und-einmachen-zuzurichten (30.11.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.