Abermal eine gelbe Suppen von Tauben mit Caulifior, Knödlein und Strützlen.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 5 Nr. 109

Originalrezept:

 

Nimm schön=gebutzte Tauben / untergreiffe sie zum Füllen / alsdann nimm ein Knödlein=Fleisch / hack es klein / saltz und gewürtz es mit gar ein wenig Pfeffer / aber wol mit Muscatnuß / giesse im Hacken ein wenig süssen Milchram zu / mische klein=gehackt gutes Ochsenmarck oder Fetten darunter / nimm auch in Milchram geweichte Semmel / und nach Nothdurfft Eyer darzu / fülle sodann von disem Gehäck die Tauben / von den übrigen aber mache kleine Knödlein und Strützel / welche gleich vor dem Anrichten / jedes in einem besondern Geschirrlein / in guter Fleischbrühe können gesotten werden / deßgleichen auch der Caulifior, nachdem er gebutzt / nach Belieben geschnitten und überbrühet worden / wieder ebenfalls in eine Fleischbrühe gelegt und aufgesetzt; Unterdessen setze die Schüssel mit gebähtem Brod auf eine Glut / leg die gefüllte Tauben auf die Mitte / von der Brühe / wo die Tauben gelegen / mach ein wenig gute Dotter=Brühe / giesse es auf die Suppen um die Tauben herum / richte alsdann die kleine Knödlein entzwischen / die Strützel und Caulifior aber wechsel=weiß um den Ranfft / trags sodann warm auf.

Transkription:

Christine Überei

Zitierempfehlung:
Christine Überei (Transkription): "Abermal eine gelbe Suppen von Tauben mit Caulifior, Knödlein und Strützlen.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 5 Nr. 109,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=abermal-eine-gelbe-suppen-von-tauben-mit-caulifior-knoedlein-und-struetzlen (17.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Christine Überei.