[Aal gewickelt am Speil.]

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 04, Teil 21, Nr. 07

Originalrezept:

Nim(m) ein Aal / vnd zeuch jn ab / thu jn auff / vnd schneidt jn voneinander nach der leng / schneidt den Gradt herauß / wickel ein jede seit besonder / vnd steck ein Speil dardurch / daß nicht voneinander gehet / Nim(m) Karpffenschweiß vnd guten Maluasier darzu / vnd nit viel Essig / reib darvnter Rucken Brot / vnd ein wenig Pertrumkraut / laß miteinander aufsiede(n) streichs durch / doch nicht gar zu dick / Vnnd wenn du es wol durchgestrichen hast mit Zimmet / Pfeffer vnd Neglein / so machs wol süß mit Zucker / vnnd versaltz es nicht / vnd laß widerumb auffsieden / so wirdt die Brüh wolgeschmack. Nim(m) darnach den Aal / den du hast vbereinander gewickelt / setz jhn im Wasser zu / vnd quell jn wol ab / daß das Feißt davon hinweg kompt / thu jn herab / vnnd zeuch jn auß dem Wasser / leg jn in den Pfeffer / vnd laß jn fein gemach darinen sieden / setz jn alsdenn hinweg / vnd leg jn in ein saubern Hafen / ein Stück nach dem andern / schüt darnach den Pfeffer darüber / vo(n) laß jn kalt werden / so kanstu ein stück nach dem andern anrichten / vnd davon verspeisen / so helt sichs lang / vnd wenn du jn anrichtest / so zeuch den Speil herauß.

Transkription:

Irene Tripp

Zitierempfehlung:
Irene Tripp (Transkription): "[Aal gewickelt am Speil.]", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 04, Teil 21, Nr. 07,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=aal-2 (29.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Irene Tripp.