Salzburg zu Tisch


Top Citizen Science-Erweiterung vom FWF-Projekt: Regionale Tradition und Kulturtransfer in der Ernährung. Das Beispiel der Residenzstadt Salzburg 1500–1800

Projektleiter: Ao. Univ.-Prof. DDr. Gerhard Ammerer

Integration FWF-TCS-Projekt: Ass.Prof. Dr. Michael Brauer

Citizen Science-Supervision: Marlene Ernst, MA

Projektbeginn: 2. Oktober 2017

 

Informationen zum Hauptprojekt.

 

Wenn Sie gerne als Citizen Scientist teilhaben wollen, melden Sie sich bei uns. Gerne informieren wir Sie über die Möglichkeiten!

 

Über das Projekt:

„Von allerhand Speis und Trank …“ – Die Ernährungsgeschichte von Salzburg ist ein großer Anziehungspunkt für die Öffentlichkeit, und dieses Interesse soll dazu beitragen, BürgerInnen in Citizen Scientists zu verwandeln. Gleichzeitig wird dadurch ein Mehrwert für das Hauptprojekt, einer Fallstudie zur Funktion und den Rahmenbedingungen der Ernährung in Salzburg, erzielt. Um einen tieferen Einblick in die Ernährung der Barockstadt Salzburg sowie neue Impulse für die Gesellschaft zu gewinnen, besteht das Citizen Science-Projekt aus den folgenden zentralen Punkten:

  1. Datengewinnung: Für BürgerInnen besteht die Möglichkeit, sich bei der Datengenerierung im Bereich der historischen Kochbuchliteratur einzubringen. Sie werden im Umgang mit historischem Quellenmaterial geschult und erhalten Zugang zu einer speziellen Rezeptdatenbank. Vor allem die Erfassung von Vergleichsdaten spielt für das Projekt eine wichtige Rolle, um Einzelergebnisse in überregionale Zusammenhänge einbinden zu können.
  2. Forschungsarbeiten unter Einbeziehung von SpezialistInnen: Historische Rezepte sind viel weniger detailliert was Zutaten(-mengen) und Zubereitungsarten anbelangt als ihre modernen Gegenstücke. Der freiberufliche experimentelle Archäologe Andreas Klumpp ist versiert in der detailgetreuen Rekonstruktion historischer Speisen. Eunike Grahofer, zertifizierte Kräuterpädagogin und 2015 für ein Citizen Science-Projekt ausgezeichnet, wird dem akademischen Team bei der Interpretation der historischen Gerichte sowie beim Transfer der Resultate helfen. Ein gelernter Koch wird bei der modernen Interpretation der Speisen unterstützen. Alle drei Teile werden durch Spezialworkshops, in denen auch die Citizen Scientists aktiv mit eingebunden sind, vermittelt.

Ziel der Studie ist es, Ernährung durch genaue Analyse von Kontexten und Verflechtungen als bedeutenden und integralen Bestandteil von Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft darzustellen. Die Wiederentdeckung und Verortung einer historischen Küche kann darüber hinaus auf Gastronomie, Tourismus und Kultur anregend wirken, kritische Impulse für eine Identitätsbildung in der Gegenwart liefern und dadurch ein Bindeglied zwischen akademischer Welt/universitärer Forschung und breiter Öffentlichkeit darstellen.